Praktische Pädagogik
Lernberatung
Claudia Hartmann


Moving Labyrinth - An der Friedensglocke


Zur Zeit beschäftigt mich der Unfrieden in der Welt. Es bedrückt mich, dass so viele Menschen
in Angst und auf der Flucht leben. Unfrieden und Kriege im Außen resultieren daraus, dass im
Innern kein Frieden herrscht.
Ich habe für das nächste Moving Labyrinth einen für mich besonderen und berührenden Ort gewählt:
die Friedensglocke im Volkspark Friedrichshain.

Die Idee der Friedensglocken wurde von Chiyoji Nakagawa, einem Überlebenden der Atombomben-
abwürfe von 1945, geboren. Mit seinen Freunden sammelte er Münzen aus vielen Ländern, die dann
mit metallenen Trümmern Hiroshimas verschmolzen wurden. Er fasste den Beschluss Weltfriedens-
glocken auch für andere Städte der Welt zu gießen. Als Symbol der Mahnung und des Friedens wurde
sie 1989 aufgestellt.

Wann? 30.10.2014 / 16.30-18.30 Uhr
Wo? Friedensglocke im Volkspark Friedrichshain/ am Teich gegenüber vom Café Schönbrunn

Ich lade dich/euch herzlich ein, an diesem Ort durch ein Lichter-Labyrinth in die/eure Mitte zu gehen.
Ich erwarte euch mit Tee und Keksen.

"Wird das Kunst?"

Höre ich hinter mir rufen. Ich bin gerade dabei bei leichtem Regen in meinem roten
Regenponcho das nächste Moving Labyrinth auf dem Tempelhofer Feld aufzubauen.
Als ich mich umdrehe, entdecke ich zwei Männer vom Ordnungsteam in ihrem Auto.
Ohne Zögern antworte ich: "Ja, das wird Kunst!" Nach einem kurzen Plausch und der
Versicherung meinerseits, alles wieder mitzunehmen, setzen die beiden ihre Kontroll-
fahrt fort. Und ich mach mich wieder an meine Tücher. Wie ich so Tuch für Tuch hinlege,
taucht die Frage wieder auf: Wird das Kunst? Ich denke darüber nach. Ja! Ich erschaffe
intuitiv und in einem kreativen Prozess ein temporäres Kulturprodukt: Das ist Kunst!
Ein neuer Blickwinkel. So hab ich das noch nie gesehen. Kunst da denke ich an Inspi-
ration und Schaffen. Bisher sprach ich von einem Projekt. Kunst, das inspiriert und be-
schwingt mich richtig.

Als die Sonne zum Vorschein kommt schimmert das fertige Labyrinth aus Tüchern kunst-
voll auf der Wiese. Große und kleine Menschen bleiben interessiert stehen, wollen mehr
wissen, andere hasten erst an mir vorbei zum Friseur, kommen wieder
... und folgen meiner Einladung ihre eigene Erfahrung beim Gang durch das Labyrinth zu
machen.

Beim Abbau in der Abendsonne denke ich nochmal: Kunst! Was eine einfache Frage doch
bewirkt. Ein anderer Blickwinkel und schon scheint alles in einem anderen Licht und voller
Inspiration. Probiere es aus!

Das war Kunst! Ich lächle bei dem Gedanken und freu mich auf meinen nächsten Ort
meiner "Kunst".

Moving Labyrinth - der nächste Ort ist gefunden!

Das Labyrinth wandert zum Tempelhofer Feld. Der rote Faden zeigt den Weg.


Am 29. August baue ich ein Labyrinth aus Tüchern auf dem Tempelhofer Feld auf.
(Eingang Columbiadamm / auf der Wiese neben der Info-Schaustelle)
Zwischen 16-19.30 Uhr besteht die Möglichkeit es zu begehen, hinein zu spüren und seine
ganz eigene Erfahrung damit zu machen.
Ich lade Groß und Klein dazu ein.